1966/67

Nach langer Pause wird wieder ein Rosenmontagszug durchgeführt. Die Strohmänner beteiligen sich gleich mit 2 Wagen, nämlich einem Bierfaß und einem Lazarett, wie sinnig!

Zum zweiten mal als eigenständige Gesellschaft zog man dann am Karnevalsdienstag wieder durch Selgersdorf. Als Tracht trug man in diesem Jahr blaue Arbeitsanzüge.

1967/68

Die Session 1967/68 begann am 11.11.1967 mit der Wahl des ersten Strohprinzen, nämlich Toni Görres.

Beim Rosenmontagszug zeigten sich die Strohmänner als "starke Truppe" von der Bundeswehr. Motivwagen war ein Schützenpanzer und dem Prinzen hatte man eine Rakete gebaut. Diese Wagen wurden auf "Hötte Hof" (Dreyling-Leinen) gebaut.

Der Karnevalsdienstag stand wieder ganz im Zeichen der Blau-Weißen. Erstmalig wurde man von einer Blaskapelle begleitet, unvergessen dabei das Selgersdorfer Original "Hötte Hein" oder "Hötte Lux" alias Heinrich Dreyling.

1969/70

Wieder war ein Jahrzehnt voll und die Strohmänner manchmal auch. Langsam aber sicher wurden auch die Frauen in der Gesellschaft aktiv. So wird erstes Ehrenmitglied Elisabeth Hennicken.

In diesem Jahr waren die Strohmänner wieder mit 3 Wagen im Rosenmontagszug dabei und am Karnevalsdienstag was besonderes:

Nun haben die Strohmänner ein blaues Jöppchen!

1970/71/72

Stetig werden die Strohmänner aktiver. So wird erstmalig in der Session 1971/72, am Sonntag, dem 16.01.1972, die Prinzenproklamation öffentlich durchgeführt. Geleitet hat dieses Spektakulum der unvergessene "Stasse Nöll" (Arnold Stass  aus Altenburg). Vor der eigentlichen Zeremonie zog man mit den Ortsvereinen und befreundeten Gesellschaften durch Selgersdorf. Vor dem Haus des Prinzen Matthias I. (Peterhoff)  wurde dann auch der Strohmanes aus der Taufe gehoben.

Ernst Schopen  wird Ehrenpräsident!

Deshalb ging es in diesem Jahr auch erstmals zum Kirchholzer Hof, um dem neuen Ehrenpräsidenten einen eindrucksvollen Besuch abzustatten. Dies wurde im Laufe der nächsten Jahre, bis zum Tod des Ernst Schopen, auch beibehalten. In diesem Jahr sah man die Teilnehmer des Umzuges in blauen Jöppchen und den blau-roten, fezartigen Rundmützen. In den folgenden Jahren wurde die Vereinstracht durch weiße Hosen komplettiert.

1972/73

Nachdem es in der Session 1972/73 kurzfristig kriselte, riß Toni Görres  bei der Jahreshauptversammlung am 25.1.1973, kurz vor Karneval, das Steuer wieder herum, wurde zum 2. Mal Prinz und Dietmar Krauthausen wird zum ersten Präsidenten der Gesellschaft gewählt.

Man schaffte es tatsächlich noch, die Wagen für Rosenmontag zu bauen. Und der Dienstagsumzug fand selbstverständlich auch statt.

1973/74

Eine neue Ära beginnt, die Aktivitäten nehmen zu.

Am 2.2.1974 wird zum ersten Mal Papier gesammelt. Damit wird die stets arg strapazierte Kasse bis zum heutigen Tage entlastet. Aber auch an andere dachte man - so an die Kinder der Stephanusschule, die schon manchen Groschen von den Strohmännern erhielten.

Ein besonderes Ereignis fand am Freitag, den 22.2.1974 statt: der 1. Altweiberball im Saal "Zum Nöll". Damit ist der Grundstein gelegt für den heutigen "Traditionellen Altweiberball", der weit über die Grenzen Selgersdorfs bekannt und beliebt wurde. Natürlich war man am Rosenmontag dabei und der Dienstag rundete eine gelungene Session ab.

1974/75

Auch die Session 1974/75 beginnt mit einer Neuheit: am 30.11.1974 beginnt man mit einem "gemütlichen Abend".

Nun öffnete sich die Gesellschaft auch für die Kinder und Jugendlichen. Eine Kindertanzgruppe wird ins Leben gerufen. Im gleichen Jahr wird auch der erste Elferat gegründet.

Am 25.1.1975 wieder eine Premiere: 1. Strohmänner-Sitzung im Saal "Zum Nöll".

Mit einem Programm, welches sich sehen lassen konnte und das närrische Publikum begeisterte.

Mitwirkende waren: das Trommler- und Pfeifferkorps Daubenrath, Musikfreunde Schophoven und die Kindertanzgruppe. In die Bütt gingen Willi Stollwerk und Arnold  Peterhoff.

Im Juli 1975 wird zwischen der Strohmännervereinigung und der KG Ulk Selgersdorf eine Vereinbarung über gemeinsame Karnevalsbälle und einen gemeinsamen Prinzenball im Festzelt getroffen. Leider hatte dies vorerst nur für eine Session Bestand.

Im Rahmen eines Wiesenfestes am 7.9.1975 fand ein Benefizfußballspiel zwischen den Strohmännern und einer Damenmannschaft zu Gunsten der Stephanusschule statt. Spielführerin der Damen war die unvergessene "Jörrese Nieß ".

1975/76

Am 03. April 1976 wird der Name der Gesellschaft in "Karnevalsgesellschaft Strohmänner Jülich-Selgersdorf 1966 e.V." geändert und in das Vereinsregister eingetragen.

1976/77

Die Strohmänner feiern in der Session 1976/77 ihren 11. Geburtstag mit Kind und Kegel. Als Schirmherr fungiert der Jülicher Stadtverordnete Josef Kieven .

Anläßlich diesen jecken Geburtstages konnte man feststellen, daß seit der Geburtsstunde die Gesellschaft dank der Tatkraft vieler Idealisten, die sich in vielfältiger Weise, um die Geschicke ihrer KG Strohmänner verdient gemacht hatten, zu ihrem Vorteil entwickelt hatte.

Beschränkten sich die Aktivitäten zu Beginn noch auf die Teilnahme am Rosenmontagszug und natürlich der Durchführung des Dienstagsumzuges, so kam im Laufe der Jahre immer mehr hinzu. Tanzveranstaltungen, Wiesenfeste, Wanderungen und vieles mehr trugen dazu bei, daß sich die KG Strohmänner in den südlichen Stadtteilen als einer der aktivsten Vereine entwickelte.

Die Vorbereitung der ersten Sitzung im Festzelt, welches auf dem Kirmesplatz an der Stephanusschule aufgestellt wurde, hatte es in sich. So erstellte man als Bühnenbild ein blau-weißes Narrenschiff, welches man in Einzelheiten vorbereitet hatte, um es dann im Festzelt zusammenzubauen. Und wer erinnert sich nicht daran, als per "Mundarbeit" 1000 bunte Luftballons aufgeblasen und auf eine Schnur durchs ganze Zelt gespannt wurden.

Alle Mühen wurden mit einem großen Erfolg belohnt: am 22.1.1977 punkt 20.11 Uhr zog der Elferrat in das vollbesetzte Festzelt. Ein Sitzungsprogramm mit den unvergessenen Kurt-Adolf  Thelen, Ludwig Sebus, Schlauch und Schläuchelche, Franz-Josef Brück und vielen anderen begeisterte das närrische Publikum.

Ein Festkommers, mit allem drum und dran rundete die Festveranstaltungen ab. Karnevalistischer Höhepunkt des Morgens war der Auftritt von Toni und Heli Steingass.

Auch Querelen um die Teilnahme am Rosenmontagszug konnte die Laune nicht vertreiben. Karnevalsdienstag zog man erstmalig auch nach Altenburg und in die Waldstraße, die Geburtsstunde des Frühstücksempfangs bei der Familie Kieven, die dies dann über Jahre weiterführte. Bis in die späten Abendstunden wurde der Mann gepreckt, bis er dann vor der Gaststätte Neimke unter lautem Wehgeheul, Opfer der Flammen wurde.

Am Rande bemerkt, der Elferrat hatte sich ein neues Ornat zugelegt.

1977/78

Die Session 1977/78 wurde eröffnet mit einem karnevalistischen Abend mit Prinzenproklamation im Saal "Zum Nöll".

1978/79

Endlich...nach 2 Jahren Unterbrechung setzt sich nun die Vernunft durch, daß man gemeinsam mehr erreichen kann. Ab der Session 1978/79 kommt man mit der KG Ulk überein, das Zelt gemeinsam anzumieten und auch wieder Altweiber-, Kostüm- und Prinzenball gemeinsam zu veranstalten. Diese Regelung wird bis heute beibehalten, mit Erfolg.

Dietmar Krauthausen erhält von seinem Elferrat eine prachtvolle Präsidentenkette.

1979/80

Anläßlich der Session 1979/80 wurde auf Initiative von Klaus Dolfus am 13.1.1980 erstmalig die Strohmanestaufe im Saal "Zum Nöll" durchgeführt. Bis zum heutigen Tag wird mit steigendem Erfolg so verfahren.

Noch mehr Neues: Die "Stief Söck" werden aktiv, die erste Damentanzgruppe der KG Strohmänner, welche 11 Jahre bestand.

Ein von der Bundeswehr organisierter Bus wurde kurzerhand mit den Vereinsfarben blau-weiß versehen, ein Traktor davorgespannt, schon hatten die Strohmänner ein neues Transportmittel und sorgten damit für großes Aufsehen. Später wurde die Nutzung polizeilich verboten.

Erstmals wurde die Bonnezupp beim Ehrenpräsidenten Ernst Schopen  gegessen. Er hatte hierzu ein Stallgebäude kurzerhand in die "Bürgerhalle Jülich-Süd" umfunktioniert.

Nach dem Umzug durch Selgersdorf, wobei alle wieder mit Eiern, Brot und Wurst und natürlich mit viel Korn gestärkt wurden, wurde am Abend auf dem Kirchplatz das Testament des Strohmanes vorgetragen. Erwartungsgemäß flossen viele Tränen.

1980/81

Vor der Strohmanestaufe zog man in einem prächtigen Zug durchs Dorf. Der Saal war brechend voll. Im WDR berichtete Toni Steingass über die Strohmänner.

Elferrat, Stief Söck, die Jugendtanzgruppe... alle Aktiven sorgten für eine stimmungsvolle Session und die ersten Auftritte bei befreundeten Gesellschaften stellten sich von nun an auch ein. Die Gemeinschaftsveranstaltungen mit der KG Ulk wurden mehr und mehr zu Erfolgsveranstaltungen. Bei den Jecken aus Nah und Fern hat sich die Attraktivität dieser Veranstaltungen rundgesprochen. Mit dem vorab beschriebenen Bus ging's sogar nach Düren, denn hier hatte man eine Einladung vom Festkommitee Dürener Karneval zur Teilnahme am Zug bekommen. War man anfangs noch gehemmt, so änderte sich das nach dem 3. Precken, als die Strohmänner merkten, daß sie die Attraktion des Zuges waren. Einen Spitzenflug machte der Strohmanes am Hause C&A, wo günstige Windverhältnisse dafür sorgten, daß der Mann in nie gekannte Höhen entschwand, was Tuchführer Heinrich Ludwigs den ängstlichen Ausruf machen ließ:"Der senn mir nie mie wedde!"

1981/82

Die Session 1981/82 beginnt auf dem Kirchholzer Hof, als hier am 21.11.1981 ein von Heinz-Leo Schavier gefertigtes Wappen über dem Toreingang angebracht wurde. Der Sitz des Ehrenpräsidenten war schon seit längerer Zeit Domizil der Strohmänner geworden, dies sollte auch nach Außen dokumentiert werden.

Eine Hiobsbotschaft erreichte die Aktiven als es hieß, daß das Zelt nicht mehr zum vereinbarten Termin aufgebaut werden könnte. So mußte zahlreichen, zur Taufe eingeladenen Gesellschaften kurzfristig wieder abgesagt werden, denn für die war dann im Saal kein Platz mehr.

Vor der Taufe wurde aber die 1. Standarte eingesegnet, der kirchlichen Zeremonie schloß sich ein prächtiger Umzug an. Eine tolle Fremdensitzung erlebten Strohmänner und Gäste am 23.1.1982 zu der Präsident Dietmar Krauthausen mit einem stimmungsvollen "Oh sole mio" begrüßte. Altweiberball und alle folgenden Veranstaltungen sind noch in guter Erinnerung.

1982/83

Bereits im Juli begannen die Festivitäten der Session 1982/83 mit einem Sommerfest im Hofgarten von Agnes und Theo Ritz, die im übrigen Jahrzehnte lang Traktor und Anhänger nicht nur für Rosenmontagszüge, sondern auch für die Papiersammlungen der KG Strohmänner zur Verfügung stellten. Am 7.11.1982 fand die Strohmanestaufe wiederum im Saal "Zum Nöll" statt. Der Präsident erhielt mal wieder eine neue Kette.

Der Altweiberball entwickelte sich langsam aber sicher zum Renner. Die magische Gästezahl 1000 sollte bald erreicht werden.

1983/84

Der Auftakt zur Session 1983/84 wurde kräftig in Daubenrath bei "Lisbeth" gefeiert.

Die Gesellschaft legte sich eine eigene Lautsprecheranlage zu, die doch im Laufe der Zeit viele Tücken aufwies.

Dietmar Krauthausen ist seit 11 Jahren Präsident und darf deshalb als Täufer der Session agieren. Zudem erhalten Präsident und Literat Walter-Josef Porten das Grenzlandwappen.

1984/85

Der gemütliche Abend der Session 1984/85 findet erstmals in der Aula der Stephanusschule statt.

Auf der Strohmanestaufe erhalten Ehrenpräsident Ernst Schopen das Grenzlandwappen, Leo Ludwigs und Klaus Dolfus den Verbandsorden.

Prämiere haben die "Strühstärchere", heute "Strohpüppchen" genannt.

1985/86

Geprägt ist die Session 1985/86 von der Einführung eines Senates, die Jahreshauptversammlung hatte nach eingehenden Diskussionen so beschlossen. Als Gründungsmitglieder wurden zum gemütlichen Abend, am 15.11.1985, folgende Herren vorgestellt: Wilhelm Lieven, Adi Retz, Toni Mülfarth, Willi Gehlen und Klaus Dolfus.

Schlager der Session: An der Nordseeküste

1986/87

Wie immer mit guter Stimmung und "vell Spaß an dr Freud" wurde auch diese Session erfolgreich über die Bühne gebracht

1987/88

2 x 11 Jahre wird die Gesellschaft alt. Als Schirmherr fungiert Landrat Johannes Kaptain.

Das besondere an dieser Session: die Strohmänner haben erstmalig mit Birgit Görres eine Prinzessin.

In diesem Jahr wird die Große Kostümsitzung vom Senatspräsidenten Klaus Dolfus geleitet, er vertritt Dietmar Krauthausen, dessen Vater gestorben ist. Der Literat Walter-Josef Porten hatte wieder mal ein hervorragendes Sitzungsprogramm auf die Beine gestellt.

Trotz Jubiläum wird auch in diesem Jahr der Strohmanes verbrannt.

1988/89

Die "Stief Söck" werden 10 Jahre jung. Seit Jahren sind unsere Damen immer aktiver geworden. Des öfteren fällt nun auch der Begriff "Strohfrauen".

1989/90

In diesem Jahr fand erstmals kein Rosenmontagsumzug statt, da starke Sturmböen durch das Jülicher Land fegten und die Feuerwehren pausenlos im Einsatz waren. Dann stellte sich die bange Frage: Was ist mit unserem Strohmännerumzug? Doch zum Glück war Dienstags Strohmännerwetter, so daß der Umzug ohne Bedenken stattfand. Die KG Ulk schloß sich kurzerhand an, so daß auch noch die Rosenmontagswagen präsentiert werden konnten.

Im übrigen sei an dieser Stelle auch einmal an die Jugendmaßnahmen der KG Strohmänner erinnert. Es wurde eine Fahrt zur Jugendherberge in Bad Münstereifel veranstaltet.

1990/91

In der Session 1190/91 feiern die Strohmänner ihr 25-jähriges Bestehen und 11 Jahre Strohmanestaufe. Das Doppeljubiläum wird gebührend gefeiert, ist allerdings überschattet vom Golfkrieg. Deshalb fällt der Rosenmontagszug auch leider aus. Der Dienstagsumzug findet im Festzelt statt, verbrannt wird der Strohmanes jedoch im Freien.

1991/92

Die Session 1991/92 bringt einen Personalwechsel mit sich: Trudi Dolfus tritt die Nachfolge von Klaus Dolfus als Senatspräsidentin an und gibt anläßlich der Strohmanestaufe gleich ihr gelungenes Debüt.

1992/93

Mit einem Sommerfest beginnt auch wieder die Session 1992/93. Zum erstenmal mit einem großen Trödelmarkt, dessen Erlös den Kindern von Tschernobyl zu Gute kommt.

Zwei Dinge seien an dieser Stelle besonders erwähnt:

Kontinuierlich gute und sehr gute Sitzungsprogramme verdankte die KG Strohmänner ihrem Literaten Walter-Josef Porten.

Verlassen kann man sich auch auf die Wagen- und Bühnenbauer. Stellvertretend für viele, viele Helfer seien an dieser Stelle erwähnt: Leo Ludwigs, Walter Porten , Toni Görres , Richard Dolfus, Karl-Heinz und Paul-Gerd Wergen, Gerd Dolfus, Gerd Jost, Wolfgang Pier, Hermann und Hans-Walter Küppers und Manfred Staß. In jedem Jahr ist das Bühnenbild eine tolle Überraschung. Dafür gesorgt haben im Laufe der Jahre: Gerhard Dreyling , Michael Heck, Wolfgang Pier und unser Künstler Jens Dummer.

1993/94

Die Strohmänner gehen mit der Zeit: die Geschäftsführung verfügt nun über einen Computer.

Was besonderes ist auch noch, daß der diesjährige Strohprinz Hans-Walter Küppers am Tag der Großen Sitzung seinen Geburtstag feierte.

1994/95

Neue Geschäftsführerin wird Anita Krauthausen, die ihren Mann seit Jahrzehnten unterstützt.

Neuer Senatspräsident wird Walter-Josef Porten.

Trauer, verstorben sind in diesem Jahr unsere Freunde: Ernst Schopen, Gerhard Dreyling, Toni Krösin, Bertil Neimke, Klaus Leinen und Franz Krauthausen, sowie unsere unvergessene Freundin "Et Jörrese Nieß".

1995/96

Eine besondere Session war wohl auch die 1995/96er, die insbesondere vom Tandem-Prinzenpaar Arnold und Brunhilde Peterhoff geprägt war.

Nachdem Erika Neimke, Wirtin unseres Stammlokals, ihre Gaststätte geschlossen hatte, eröffnete am 1.12.1995 unter neuem Namen und neuer Leitung Ute Bartsch die Kneipe "Em Kapellchen".

1996/97

Der Literat und Senatspräsident geht zu den "Grünen" Schützen und wird dort als König Walter-Josef mit seiner Königin Karin Porten in die Analen eingehen.

Im Sommer fand in Jülich ein großer Festzug des Verbandes der Karnevalsgesellschaften Aachener Grenzlandkreise statt, an dem auch die Strohmänner teilnahmen.

Am 11.11.1996 um 11.11 Uhr wird die Feuerwehrmütze gegen die Narrenkappe ausgetauscht. Wehrchef Heinz-Leo Schavier übernimmt an seinem karnevalistischen Geburtstag das Narrenzepter. Er wird einer der rührigsten und gefeiertsten "Prinzchen" in der Geschichte der KG.

Walter-Josef Porten erhält als erster Strohmann den Grenzlandorden des Verbandes in Gold.

1997/98

Auch 1997 stellen die Strohmänner das Schützenkönigspaar der St. Katharina Schützenbruderschaft Selgersdorf mit Dietmar und Anita Krauthausen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder etwas besonderes (Auszug aus dem Geschäftsbericht):

Zu später Stunde fand sich dann erstmals in der Geschichte der Strohmänner ein Dreigestirn. Es war aber kein Dreigestirn der üblichen Art, sondern es traten auf: Karl-August Kunze als Prinz, Markus Heinrichs als "Ruude Jakob" und Stefan Muckel als "Schmitze Mina".

In diesem Jahr feierte die KG 11 Jahre Freundschaft mit der Stadtgarde Linnich, die in diesem Jahr auch das Taufdreigestirn stellte.

1998/99

3x11 Jahre jung wird die KG in diesem Jahr. Als Schirmherr fungierte Sparkassendirektor Uwe Willner.

Nach dem ersten Dreigestirn nach Strohmänner-Art im letzten Jahr, gab es in dieser Session das erste Dreigestirn nach kölsche Art mit Prinz Walter Friedrich, Jungfrau Herbert Hilgers und Bauer Udo Frey.

1999/2000

Den Jahrtausendwechsel überstehen die Strohmänner ohne Probleme. Es gibt wie immer tolle Veranstaltungen in dieser Session.

2000/2001

Das Strohprinzenpaar ist in diesem Jahr international. Prinz Jürgen Bursian mit seiner schweizer Prinzessin Jacqueline repräsentieren die Strohmänner.

2001/2002

Der Euro wird zum 1.1.2002 offizielles Zahlungsmittel. Um gut gerüstet zu sein, stellt in diesem Jahr die Sparkasse Düren mit Jakob Waldhausen, Rolf Schröder und Jakob Braun unser Taufdreigestirn.

2002/2003

Ende 2002 gingen die Strohmänner an´s Netz. Durch Mario Kunze wurde eine Homepage erstellt.

2003/2004

Kurz nach Karneval 2003 passierte ein tragischer Arbeitsunfall, bei dem unser Senator, Mariechenbeauftrager und Freund Markus Heinrichs (Heini) verstarb. Seine Eltern stifteten daraufhin einen Orden, der erstmals bei der Sessionseröffnung 2003 an Trude Kunze verliehen wurde. Seitdem entschied sich die Große Garde jedes Jahr für einen neuen Ordensträger, der sich wie Markus in besonderem Maß für unsere Große Garde eingesetzt hat.

In der Session 2003/2004 war wieder eine Premiere zu verzeichnen; das erste weibliche Dreigestirn mit Prinz Gisela Wergen, Bauer Andrea Friedrich, Jungfrau Renate Schopen und Dreigestirnsführerin Ellen Fitting. Mit ihrem Lied über die blauen Rosen begeisterten sie die Strohmänner.

2004/2005

In der Session 2004/2005 wurden erstmals keine Repräsentanten gefunden. Trotzdem wurde unter dem Motto „Bleibt der Platz des Prinzen leer, muß der ganze Strohmann her“ kräftig gefeiert. Erstmals fand die Sitzung im November statt. Gemeinsam mit der KG Ulk wurde im Zelt eine Silvester-Party ausgerichtet.

Neuer Senatspräsident wird Walter Friedrich.

Hiobsbotschaft dann bei der Strohmanes-Taufe. Unser Strohmanes ist entführt.Was war passiert? Die Bretzelsbäcker aus Mersch-Pattern liehen sich mit einer faulen Ausrede unseren frisch getauften Strohmanes von seinem Bewacher Thomas Peterhoff aus und nahmen ihn einfach mit. Dies ist alles nur passiert, weil unser Elferrat die Standarte der Bretzelsbäcker vor jedem Unheil, wie umkippende Biere oder so, schützen wollten und diese im Feuerwehrhaus in Sicherheit brachten. Da war natürlich das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sogar die Zeitung berichtete über diese Entführung. Im Internet konnte man nachlesen, das es unserem Strohmanes in Mersch an nichts fehlte.

Am 23.1.2005 trafen sich Bretzelbäcker und Strohmänner durch Vermittlung von Pastor Bardenheuer in Mersch zur heiligen Messe, um Buße zu tun. Nach Annahme der Buße wurden Standarte und Strohmanes wieder getauscht.

2005/2006

Kleines Jubiläum. Die KG wird 40 Jahre jung.

Beim Sommerfest 2006 wird zum ersten Mal ein Lebendkickerturnier veranstaltet.

2006/2007

Kurz vor Beginn der Session 2006/2007 verstarb unser Schatzmeister Engelbert Kulig. Seit mehr als 20 Jahren hat er dieses Amt mit Herzblut wahrgenommen. Er war sicherlich ein Mann mit vielen Ecken und Kanten, aber man konnte sich immer auf ihn verlassen. Für die Strohmänner stand er zu jeder Zeit bereit, so quasi als Mädchen für alles. Ein großer Verlust.

3 x 11 Jahre Papiersammlung. Dies zeigen die Strohmänner gerne auf ihrem Sessionsorden.

2007/2008

Der Senat wird 2 x 11 Jahre und nimmt dies zum Anlass den diesjährigen Sessionsorden zu sponsern.

Zu Ehrensenatoren werden die Gründungsmitglieder Anton Mülfarth und Wilhelm Lieven ernannt.

2008/2009

Am 17.4.2008 endet eine lange Durststrecke der Strohmänner. Kneipe und Kiosk werden in Selgersdorf eröffnet. Wirt Dietmar Herzig wird sofort zum Vereinswirt ernannt.

Bei der Eröffnung der Session 2008/2009, die erstmalig im Zelt am Schützenhaus stattfand, präsentiert sich eine neue Damentanzgarde, die Hot Chili Chicken.

2009/2010

Die Strohmänner feiern Geburtstag. 4 x 11 Jahre. Schirmherr ist Sparkassendirektor und Senator Uwe Willner.